Sonderausstellung, Künstlerische Gestaltung | | STEFAN THIEL Papierschnitte |
| Beschreibung | Die Technik des Scherenschnitts wird seit vielen Jahrhunderten als künstlerischesAusdrucksmittel eingesetzt. In der Romantik erlebten die Silhouettenschnitteeine ungemeine Popularität und Künstler wie Philipp Otto Rungeoder Henri Matisse konnten in diesem Medium ihren künstlerischen Ansatzhervorragend umsetzen. Seit ca. 30 Jahren ist zu beobachten, dass dieseTechnik von zeitgenössischen Künstlern wiederentdeckt wurde. Cut-outs,selten nur noch als Scherenschnitte, erscheinen zweidimensional, als skulpturalesObjekt oder in filmischen Arbeiten.Ein signifikantes Beispiel dafür sind die Papierschnitte von Stefan Thiel(*1965). Der Berliner Künstler studierte dort an der Hochschule der Künstevon 1988 bis 1996 und war Meisterschüler bei Prof. Dieter Appelt. Bevorsich Thiel jedoch dieser Technik zuwandte, eine Entwicklung zum Bild, die fürihn folgerichtig war, übertrug er von 1994 bis 1998 Marquis de Sades skandalösesRomanfragment „Die 120 Tage von Sodom“ in die Blindenschrift.Sein konzeptioneller Ansatz dabei war die Übertragung des Textes durch dieBraille-Schrift zu einer abstrakt-seriellen Struktur. Während hier die Perforationdes Papiers in 25 Bänden mechanisch erfolgte, übersetzt er in seinenPapierschnitten das Motiv bis ins kleinste Detail in Positiv-Negativ-Formen.Seine Papierschnitte neigen nicht zur Vereinfachung des Motivs. Thiel verkehrtdas Prinzip ins Gegenteil: in ein kompliziertes Geflecht von Strukturenund Stegen. |
| Datum: | So, 15.01.2012 – So, 18.03.2012 |
| Uhrzeit: | |
| Ort: | Kunstsammlung Neubrandenburg Große Wollweberstraße 24 170** Neubrandenburg
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| Informationen: | www.kunstsammlung-neubrandenburg.de | | Tickets: | www.kunstsammlung-neubrandenburg.de/ |
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