| Beschreibung | Betrachtungen zum Tod der Königin Luise von Preußen Im Rahmen der Sonderausstellung „LUISE. Der Tod der Königin“ laden die Staatlichen Schlösser und Gärten Mecklenburg-Vorpommern zu einer Reise in das Medizinwesen des frühen 19. Jahrhunderts ein. Verschiedene Vorträge schildern anschaulich die Lebensumstände, die Krankheit sowie den unerwarteten Tod der Königin Luise von Preußen. Durch den Abend führen hochkarätige Referenten, die sich mit Luises Leben und Leiden auseinandergesetzt haben. Prof. Dr. Johanna Bleker, Institut für Geschichte der Berliner Charité, beschäftigt sich insbesondere mit der Medizingeschichte des 19. Jahrhunderts und erläutert die medizinischen Möglichkeiten und Behandlungsmethoden der damaligen Zeit sowie deren Wirksamkeit. Dr. Dieter Alfter, Leiter des Museums in Bad Pyrmont, berichtet über das Kurwesen im Allgemeinen und Luises Kuraufenthalt in Pyrmont im Besonderen. Königin Luise weilte dort 1806 in der Hoffnung ihre angeschlagene Gesundheit wieder herzustellen. Tägliche Arztkonsultationen, Zahnweh, Fiebererkrankungen, Aderlässe und Blutegel gehörten fest zum Leben der berühmten preußischen Königin und ihrer Familie. Gut gelaunt reiste die Regentin im Sommer 1810 nach langer Trennung von ihrer Familie nach Hohenzieritz in das Herzogtum Mecklenburg- Strelitz. „Wir bringen keinen Arzt mit, wenn ich mir den Hals breche, so klebt mir ihn Hieronymi wieder an“, schrieb Luise im Vorfeld an ihre Geschwister. Gebrochen hat sie sich nichts, dennoch wird sie Hohenzieritz nicht mehr lebend verlassen. 200 Jahre später werden Luises Leiden bis hin zu ihrem frühen Tod an ihrem Sterbeort mit Hilfe des heutigen medizinischen Wissens erläutert und beurteilt. |