| Beschreibung | "20 Jahre Max-Samuel-Haus": Ursula Hoffmann (1921 - 2004), war die älteste Tochter von Emma und Arnold Bernhard. Sie wuchs in der Rostocker Schnickmannstraße 9 auf. In den EMSA-Werken von Max Samuel absolvierte sie eine kaufmännische Ausbildung. 1939 emigrierte die Tochter des letzten Rostocker Gemeindevorsitzenden 18-jährig nach England.In der von Emigranten unterschiedlichster politischer Couleur gegründeten „Freien Deutschen Jugend“ lernte sie den Jungkommunisten Ernst Hoffmann kennen, den sie heiratete. Gemeinsam kehrten beide 1946 nach Deutschland, nach Ost-Berlin, zurück. In dieser Zeit erfuhr sie, dass ihre Eltern im KZ Auschwitz und ihre Großmutter im KZ Theresienstadt ermordet worden waren.Ursula Hoffmann gehörte zu jenen Re-Emigranten, die sich im Osten Deutschlands den Aufbau einer neuen, einer sozialistischen Gesellschaft erhofften und daran mitarbeiten wollten. Mit dem offensichtlichen Scheitern dieser Hoffnungen 1989/90 stellte sich für sie ein Großteil ihrer Biographie in Frage. Als Vorstandsmitglied der Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock / Max-Samuel-Haus seit 1991 gab Ursula Hoffmann ihre Lebenserfahrung engagiert vor allem an Schüler und Jugendliche weiter.Die Rostocker Autorin Gudrun Brigitta Nöh begleitete Ursula Hoffmann über einen längeren Zeitraum, das so entstandene dokumentarische Filmmaterial stellt nicht nur eine interessante Frauenpersönlichkeit vor, sondern zugleich eine der vielschichtigen Biographien des 20. Jahrhunderts. |