| Beschreibung | Komödie von Molière in drei Akten +++ Die Götter langweilen sich und wollen es zur Abwechslung mal wieder so richtig krachen lassen. Der Göttervater Jupiter hat auch schon eine Idee. Er will die schöne Sterbliche Alkmene mit seiner Liebe beglücken. Praktischerweise weilt deren Gatte Amphitryon in Übersee und kämpft gegen die Feinde des Reiches. Merkur muss die Göttin der Nacht überreden, sich auszudehnen, damit Jupiter in aller Ruhe verführen kann. Jupiters perfekte Maskerade und seine göttliche Libido lassen Alkmene keinerlei Verdacht schöpfen, dass sie womöglich Opfer omnipotenter Spielchen geworden sei. Als Amphitryon siegreich heimkehrt, findet er seine Erwartungen enttäuscht, denn Alkmene ist irgendwie komisch. Auch Sosias, der Diener des tapferen Feldherrn, weist Symptome von Paranoia auf, denn Merkur hat unterdessen seine Gestalt angenommen und treibt die Verwirrung auf die Spitze. Das Ausmaß der göttlichen Intrige, die Willkür der Machthaber über das Schicksal der Sterblichen wird exemplarisch zum Thema in Molières »Amphitryon«. Wer sind heute die Götter, die über unser Wohl und Wehe entscheiden? Wer führt Regie im Welttheater? Die Regierung? Was muss das für ein Gefühl sein, vor seinem eigenen Selbst zu stehen? Wenn Identität nur durch andere erfahrbar ist? Die Ent-Individualisierung in der Individualitätsgesellschaft. Wenn man droht, seine Ehre und Glaubwürdigkeit zu verlieren? +++ DARSTELLER Petra Gorr, Alexander Flache, Jakob Kraze, Tim Ehlert, Laura Bleimund, Ulrich K. Müller, Sandra-Uma Schmitz, Peer Roggendorf +++ REGIE Bettina Rehm +++ BÜHNE & KOSTÜME Werner Brenner
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