| Beschreibung | Wissen wie es war Die Akten sind offen! 20 Jahre Einsicht in die Stasi-Akten Podiumsdiskussion Begrüßung und Einführung: Corinna Kalkreuth, BStU-Außenstelle Schwerin Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der ehemaligen DDR war geheimer Nachrichtendienst, politische Geheimpolizei und Untersuchungsorgan zugleich. Wer ins Visier des MfS geriet, war einem Apparat ausgeliefert, der über alle nur denkbaren Mittel und Methoden verfügte, um auch bis in den letzten Winkel des Privatlebens vorzudringen. Auch das in der Verfassung verbürgte Postgeheimnis war kein Tabu für die Stasi. Das MfS stützte sich bei seiner Informationserhebung neben offiziellen Quellen vor allem auf Inoffizielle Mitarbeiter (IM). Die Informationen wurden akribisch in Akten festgehalten, die mutige Bürgerinnen und Bürger im Herbst 1989 vor der Vernichtung bewahrten. Mit dem Stasi-Unterlagen-Gesetz (StUG) wurde ein spezielles Zugangsrecht zu diesen Akten geschaffen, das die Akteneinsicht auf dieser Basis seit 20 Jahren ermöglicht. Viele Antragsteller lesen seither, wie die Stasi ihr Leben „begleitet“ und beeinflusst hat, erfahren, wer als Spitzel tätig war. Manche entdecken bei der Akteneinsicht in den vorgelegten Unterlagen Kopien von Postsendungen oder Originale, die nie ankamen. Vielen wurde es erst so möglich, ihre Rehabilitierung und Wiedergutmachung für erlittenes Unrecht zu erlangen. 20 Jahre Akteneinsicht in die Stasi-Unterlagen sind willkommener Anlass, auf diese Zeit zurückzublicken und ein Resümee zu ziehen. Zeitzeugen, die im Januar 1992 zu den ersten Akteneinsichtsnehmenden in der BStU-Außenstelle Schwerin gehörten, berichten von ihren Erinnerungen, Gefühlen und Erfahrun-gen. Gäste sind Heiko Lietz (Schwerin) und Ulrich Schacht (Schweden). Moderiert wird das Podiumsgespräch durch die Pressesprecherin des BStU Dagmar Hovestädt. Im Rahmenprogramm werden „Zeitreise-Beiträge“ des NDR von damals gezeigt; zur Verfügung gestellt vom NDR, Landesfunkhaus M-V. Nach der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, Anträge auf Akteneinsicht in die Stasi-Unterlagen zu stellen. Interessenten werden gebeten, einen gültigen Personalausweis mit zu bringen. Der Eintritt ist frei. Sonnabend, 28. Januar 2012, 15.00 Uhr, Perzinasaal, Wismarsche Str. 144 Eine Gemeinschaftsveranstaltung von BStU, Außenstelle Schwerin und Stadtbibliothek Schwerin
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