Vortrag/Bildung

 Raubrittertum in Mecklenburg-Vorpommern - das legale Verbrechen 
BeschreibungDas Mittelalter war die Zeit vieler Rechte. Zwar gab es zahlreiche Regelungen für das öffentliche und private Leben, aber zum System gehörte, dass jeder das Recht hatte, sein eigenes Recht zu schaffen oder durchzusetzen, sofern dieses Streben nicht auf gleiche Art und Weise von einem stärkeren Kontrahenten zunichte gemacht wurde. Gewalt war ein legitimes Mittel. Gegenseitiges Kräftemessen potenzierte Selbstjustiz zu grausamen Kriegen. Leidtragende waren die einfachen Menschen, seltener diejenigen der Streithähne, die vom Speer durchbohrt auf dem Feld zurückblieben. Dieses hat sich ins Gedächtnis der Menschen eingebrannt. Kaum ein Kapitel mittelalterlicher Geschichte ist noch heute so präsent wie die Zeit der Raubritter, der Zeit, als man sich nur mit Vorsicht und unter großen Gefahren auf die Landstraßen begeben konnte; keine Kuh, kein Pferd brachte man auf die Weide ohne die Angst, sie bald nicht mehr zu besitzen. Fred Ruchhöft präsentiert das raubritterliche Leben anhand einiger Geschichten aus der Region, berichtet von grausamen Taten, sonderbaren Zweckbündnissen und großen Pleiten. Eine bilderreiche Spurensuche führt an die Orte der Untaten.
Datum:02.03.2011
Uhrzeit:19:30
Ort:Freilichtmuseum Groß Raden
19406 Groß Raden
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Informationen:Archäologisches Freilichtmuseum
Groß Raden
Kastanienallee 49
19406 Groß Raden
Tel.: 03847 2252


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